1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge zwischen dem Auftragnehmer (Lorenz & Paierl) und seinen Kunden über Webdesign-, Webentwicklungs-, Online-Marketing-, Grafikdesign-, Hosting- sowie sonstige digitale Dienstleistungen.
Sie werden Vertragsbestandteil, sobald der Auftraggeber ein Angebot des Auftragnehmers annimmt, unabhängig davon, ob ein gesondertes, unterschriebenes Vertragsdokument vorliegt. Auf die Geltung dieser AGB wird im Angebot beziehungsweise in der Auftragsbestätigung hingewiesen.
Abweichende Bedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn sie vom Auftragnehmer ausdrücklich schriftlich anerkannt wurden.
2. Angebot und Vertragsabschluss
Angebote sind, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, freibleibend und unverbindlich.
Ein Vertrag kommt durch die schriftliche oder elektronische Annahme des Angebots durch den Auftraggeber, auch per E-Mail, oder durch eine Auftragsbestätigung des Auftragnehmers zustande. Mit der Annahme gelten diese AGB als vereinbart.
3. Leistungsumfang
Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Auftragsbestätigung. Sofern dort nichts anderes festgelegt ist, umfasst eine Website-Erstellung im Regelfall: Startseite, Leistungs- beziehungsweise Produktübersicht, Kontaktinformationen, Impressum, Datenschutzerklärung sowie eine für Mobilgeräte optimierte Darstellung.
Nachträgliche Änderungs- oder Erweiterungswünsche stellen Zusatzleistungen dar und werden gesondert verrechnet.
4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber stellt sämtliche für die Durchführung des Projekts erforderlichen Informationen, Texte, Bilder, Logos und Zugangsdaten rechtzeitig zur Verfügung.
Verzögerungen aufgrund fehlender Mitwirkung verlängern vereinbarte Lieferfristen entsprechend. Dauert die fehlende Mitwirkung länger als 30 Tage, kann der Auftragnehmer die Arbeiten aussetzen oder eine Teilrechnung stellen.
5. Preise und Zahlungsbedingungen
Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders angegeben, in Euro.
Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug fällig. Bei Zahlungsverzug können gesetzliche Verzugszinsen sowie angemessene Mahnkosten verrechnet werden.
6. Abnahme
Nach Fertigstellung wird das Projekt dem Auftraggeber zur Abnahme bereitgestellt.
Erfolgt innerhalb von sieben Kalendertagen keine schriftliche Beanstandung wesentlicher Mängel oder wird die Website bereits produktiv genutzt, gilt die Leistung als abgenommen.
7. Nutzungsrechte
Das Nutzungsrecht an den erstellten Leistungen geht erst nach vollständiger Bezahlung aller offenen Rechnungen auf den Auftraggeber über. Bis dahin verbleiben sämtliche Nutzungsrechte beim Auftragnehmer.
Mit vollständiger Bezahlung erhält der Auftraggeber ein unbefristetes Nutzungsrecht an der Website und darf diese auf eigenen oder fremden Servern betreiben. Der Auftragnehmer bleibt Urheber der technischen Umsetzung, soweit gesetzlich zulässig.
8. Referenznennung
Der Auftragnehmer ist berechtigt, abgeschlossene Projekte als Referenz auf seiner Website, in sozialen Medien und in Präsentationen zu verwenden, sofern der Auftraggeber dem nicht ausdrücklich schriftlich widerspricht.
9. Hosting und Drittanbieter
Sofern Hosting, Domains oder Leistungen Dritter vermittelt oder eingerichtet werden, gelten zusätzlich deren jeweilige Vertragsbedingungen. Für Ausfälle oder Änderungen bei Drittanbietern übernimmt der Auftragnehmer keine Haftung.
Der Auftragnehmer ist berechtigt, mehrere Kundenwebsites auf derselben Server- und Domaininfrastruktur zu betreiben, etwa als Unterseite einer vom Auftragnehmer betriebenen Domain. Die Hosting-Leistung umfasst Speicherplatz, Betrieb der Website sowie Überwachung der Erreichbarkeit. Nicht umfasst sind insbesondere Änderungen an Inhalten, neue Funktionen, SEO, Marketingmaßnahmen, Rechtsberatung und DSGVO-Beratung.
Der Hostingvertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Beide Vertragsparteien können mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende kündigen. Bereits bezahlte, jedoch noch nicht verbrauchte Hostinggebühren werden anteilig zurückerstattet.
Innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsende erhält der Auftraggeber die Website-Dateien, Datenbankexporte, sofern vorhanden, und sonstige erforderliche Daten. Danach endet jede Verpflichtung des Auftragnehmers hinsichtlich Betrieb oder Wartung.
10. Online-Marketing
Der Auftragnehmer erbringt seine Leistungen nach bestem Wissen und Gewissen. Ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg wird ausdrücklich nicht geschuldet. Insbesondere wird keine Garantie übernommen für:
- Umsatzsteigerungen
- Anzahl von Anfragen
- Neukunden
- Verkäufe
- Reichweite
- Klickzahlen
- Conversion-Rate
- Suchmaschinenplatzierungen
- Return on Investment (ROI)
Der Erfolg von Marketingmaßnahmen hängt von zahlreichen Faktoren außerhalb des Einflussbereiches des Auftragnehmers ab.
11. Haftung
Der Auftragnehmer haftet nur für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden, soweit gesetzlich zulässig. Die Haftung ist der Höhe nach auf den vom Auftraggeber insgesamt bezahlten Auftragswert beschränkt.
Eine Haftung für entgangenen Gewinn, Umsatzverluste, Datenverluste, Hackerangriffe, Serverausfälle, Ausfälle von Domains oder DNS-Diensten sowie sonstige mittelbare Schäden ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.
Für Inhalte, Bilder oder Texte, die vom Auftraggeber bereitgestellt werden, trägt ausschließlich der Auftraggeber die Verantwortung. Der Auftraggeber bestätigt, über sämtliche erforderlichen Rechte an den bereitgestellten Inhalten zu verfügen.
12. Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen.
Mängel sind unverzüglich schriftlich bekannt zu geben.
Der Auftragnehmer erhält zunächst das Recht zur Verbesserung oder Nachbesserung.
13. Geheimhaltung
Beide Vertragsparteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen des jeweils anderen nicht an Dritte weiterzugeben.
14. Datenschutz und rechtliche Konformität
Der Auftraggeber stellt den Auftragnehmer von Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund rechtswidriger Inhalte oder mangelnder rechtlicher Konformität der Website entstehen.
Sofern eine Website ausschließlich statische Inhalte enthält und keine Formulare, Benutzerkonten oder vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung personenbezogener Daten verwendet, gilt der Auftragnehmer nicht als Auftragsverarbeiter im Sinne der DSGVO.
Sobald eine Website personenbezogene Daten verarbeitet, zum Beispiel über ein Kontaktformular, ist zusätzlich ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber abzuschließen. Diese AGB ersetzen einen solchen AVV nicht.
15. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Kollisionsnormen und des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, das sachlich zuständige Gericht am Sitz des Auftragnehmers.
Änderungen dieser AGB bedürfen der Schriftform.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen davon unberührt.